[kuschelspielerDC]

Montag, 15. Juni 2009

Meine zwei Lieblingsmeldungen aus der Tageszeitung heute:

1. "Jugendkriminalität geht zurück"

2. "20-Jähriger fliegt mit Auto 50m durch die Luft"



Ist klar, welche Spiele für Jugendliche verboten werden müssen, oder? :-)
Immerhin ist das schon das dritte späktakulär durch die Luft fliegende Auto in einem halben Jahr, wenn ich mich richtig erinnere.

[aus gegebenem Anlass #3]

Mittwoch, 8. April 2009

Amoklauf in Landshut:
Schaute der Täter noch kurz vor der Tat den Musikantenstadel?

Amoksaufen in der Türkei:
şerefe!

Amokbeben in Italien:
Bauen die kölner Verkehrsbetriebe in Italien die größte U-Bahn der Welt?

[kill0rspiele]

Donnerstag, 12. März 2009

"Dies ändert aber nichts daran, dass ich zum Beispiel mit den anderen Mitgliedern der Gutenberg-Kommission zu dem Massaker in Erfurt feststellen musste, dass Steinhäuser sich über Monate und Jahre die Voraussetzungen für sein Verbrechen geschaffen hat, indem er ein hohes Maß an Fertigkeiten durch Schießübungen erworben hat.
Ohne dies wäre es ziemlich ausgeschlossen gewesen, dass er es geschafft hätte, 16 Menschen innerhalb von circa zehn Minuten zu ermorden."

Dieses Zitat von Thüringens Innenminister Karl Heinz Gasser aus einem tagesschau-chat würde durchaus Sinn machen. Leider hat er es so nicht geschrieben, sondern statt Schießübungen Killerspiele für das hohe Maß an Fertigkeiten verantwortlich gemacht.
Schön, dass im chat durchaus vernünftige Gegenstimmen zugelassen wurden, und Gasser sich ansonsten zumindest nicht völlig bescheuert geäußert hat, aber den Kopf habe ich trotzdem lange geschüttelt.

Es ist doch bemerkenswert, dass man über die Lächerlichkeit der Killerspielediskussion mit keinem vernünftig denkenden unter 40jährigen diskutieren muss, aber das Thema trotzdem die deutsche Medienwelt und Politik beherrscht.

Mal davon abgesehen, dass doch vermutlich jeder Mensch mit einer halbautomatischen Waffe 16 Menschen in einem Raum in 10 Minuten ermorden kann.

[pressespiegel]

Freitag, 18. April 2008

Unsere regionale Tageszeitung Heilbronner Stimme ist nicht gerade für ihr Niveau bekannt. Ein Kurzbericht über ein Fußballspiel zwischen der deutschen Gehörlosen-Nationalmannschaft und einem regionalen Kreisligaverein brachte mich heute wieder zum Kopfschütteln.

Die Quintessenz des Artikels war "Der Kontakt mit Menschen, die körperlich oder von der Sinneswahrnehmung her beeinträchtigt sind, sensibilisiert und hebt den Wert der eigenen Gesundheit hervor."1

Ich finde dieses Satz großartig. Ich habe ihn mehrmals gelesen. Gehörlose weit und breit liegen sich in den Armen und freuen sich ein Loch in den Bauch, dass sie uns allen das tolle Gefühl geben, gesünder zu sein. Im Gegensatz zu den Gehörlosen scheint der Artikelschreiberling mit starken geistigen Beeinträchtigungen kämpfen zu müssen.
Zum krönenden Abschluss zitiert man dann noch einen Abwehrspieler des Kreisligisten mit der Erkenntnis "wie gut es doch ist, hören und reden zu können."1

Großartig. Elfmeter versenkt. Die Heilbronner Stimme ist Weltmeister der Misanthropie. Warum gehen wir nicht noch einen Schritt weiter und reservieren in Fußballstadien Blöcke für Menschen mit amputierten Gliedmaßen, damit wir bei der Laola bemerken, wie gut es doch ist, Arme und Beine zu haben?
Behinderte könnten so viel für unser Wohlbefinden tun...


Darüberhinaus habe ich vor einigen Tagen eine Nachrichtenmeldung über eine Skifahrerin gehört, in der es hieß "...beendet aus beruflichen Gründen ihre Karriere."
Vielleicht kann da noch jemand so lange drüber schmunzeln wie ich :-)


1
Heilbronner Stimme vom 19.04.2008