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[winDC!]

Mittwoch, 13. Januar 2010

Ein Päckchen? Für mich? Ich hab doch nix bestellt. Hab ich schlaftrunken auf irgendwas bei eBay geboten - eigentlich auch nicht. Ich kenne auch keine J. aus München. Wtf?!
Abgenommen hab ichs dem Boten aber trotzdem mal. Eine Paketbombe erwartete ich schließlich ebenfalls nicht und er hat sich außerdem auch wirklich nett dafür entschuldigt, mich frühmorgens um 11 rausgeklingelt zu haben...

Tjaaaaa, und beim öffnen war ich dann plötzlich ganz schnell wach:


7 DVDs, Mikrowellenpopcorn und ein Flaschenöffner mit Schlüsselband

Die Lösung? krustyDC hat bei Chiefjudy's Weihnachtsgewinnspiel mitgemacht, ein Photo von sich beim Weihnachtsshopping eingeschickt und den zweiten Platz verliehen bekommen :-) Damit hat sich der Bestand meiner DVD-Sammlung auf einen Schlag mehr als verdoppelt!

An dieser Stelle also nochmal ein herzliches Dankeschön an Jury und Judy in Personalunion für die geilen Geschenke und die gelungene Aktion. Mein perfider Plan an Judys Privatadresse zu kommen ist endlich doch noch aufgegangen...

[to arrr or not to arrr]

Montag, 28. Dezember 2009

Wer mich kennt weiß, dass ich hin und wieder gerne unpopuläre Meinungen mit wakeliger Kenntnis der Fakten aber um so größerer Hingabe vertrete. Ich riskiere das mal wieder und freue mich auf eine ausufernde Kommentardiskussion...

Die Musikindustrie ist böse, denn sie möchte Geld verdienen mit einem beliebig vorhandenen Gut, nämlich Musikdateien. Piraten und P2P-Nutzer sind gut, denn sie vertreten die Meinung, dass nur Geld verdienen darf, wer auch tatsächlich etwas herstellt was man anfassen kann und Musik sowieso allen gehört, genau wie Luft und Wasser. Das ist abgefuckter Blödsinn. Musik ist ein Produkt. Dahinter stehen Kosten für Instrumente, Studios, Produzenten und böse Leute in Plattenfirmen, die auch noch was verdienen wollen. Nicht zu vergessen, die eigene Lebenszeit, die alle Beteiligten dabei investieren. Der bauernschlaue Konsument sagt nun "Ich mag euer Produkt, aber ich mag nicht wie ihr es vertreibt. Solange ihr keinen Vertriebsweg gefunden habt, der mir gefällt, benutze ich euer Produkt unentgeltlich und steigere mich solange in eine bescheuerte Das-ist-kein-Diebstahl-weil-ich-es-nicht-anfassen-kann-Grundsatzdiskussion hinein bis ihr aufgebt."
Das ist Erpressung. Und nur weil es viele machen und niemand so richtig juristisch durchblickt macht es das moralisch nicht vertretbar. Der einzige, der darüber zu entscheiden hat, wann, wo und wieviel er für sein Produkt verlangen will, beziehungsweise muss, ist der Musiker selbst. Und auch wenn viele "verhinderte Konsumenten" das nicht einsehen wollen: Der Musiker will Geld mit seiner Musik verdienen. Er ist nicht gezwungen zu einer Plattenfirma zu gehen, die neben seiner Vermarktung auch seine Rechtevertretung übernimmt. Er wählt diesen Weg freiwillig, weil er sich dafür entschieden hat, dass seine Fans diesen Preis für seine Musik bezahlen sollen.



"Aber es gibt Musiker wie Ey Lou Flynn, die stellen ihre Musik kostenlos zu Verfügung, und nur wer möchte, bezahlt auch was dafür. Das ist fair und viel toller als das was die böse Musikindustrie macht!!" retourniert die Weichbrot-statt-Hirn-Fraktion. Natürlich gibt es Musiker, die sich für diesen Weg entschieden haben. Weil sie keinen Plattenvertrag bekommen, nicht massenmarkttauglich sind, aus reinem Idealismus oder wie im genannten Beispiel als Mund-zu-Mund-Experiment. Dann hört aber doch bitte auch einfach nur deren Musik. Nur weil ihr in der Kneipe kostenlose Postkarten mitnehmt klaut ihr doch auch keine beim Schreibwarenhändler. Unterschiedliche Produkte, unterschiedliche Vertriebswege, jeder Konsument darf für sich entscheiden ob er den verlangten Mehrwert akzeptiert oder eben nicht. Würde man dieses Modell auf den Massenmarkt übertragen ginge es den Großen sicherlich immer noch einigermaßen gut, den Kleineren allerdings ziemlich bescheiden. Musiker allgemein würden dann auch nicht mehr von Einkommen leben, sondern von Spenden. Manche besser, manche schlechter. Aber sie wären keine Produzenten mehr, die einen Beitrag leisten, sondern schlicht und ergreifend Bettler.

"Auf meinen iPod passen 1,7 miliarden Songs, die kann ich doch auf gar keinen Fall alle kaufen. Ich muss sie ja klauen." Das ist mit das waghalsigste Argument, das ich jemals in derlei Diskussionen gehört habe. Ich verweise bei meinem nächsten Bankbesuch mit aufgezogener Sturmhaube und Waffe in der Hand auch einfach auf meine riesige Geldbörse. Oder aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, nur weil der Konsument ein Produkt als entwertet betrachtet, macht es das noch lange nicht wertlos.



Im Grunde genommen sollte jedem von uns klar sein, dass eine Privatkopie hier und da eigentlich niemandem weh tut. Aber nur weil von Industrieseite panisch eine Null-Toleranz Grenze gefordert wird, eine Diskussion loszutreten in der einige Konsumenten mit unsäglicher Arroganz gegenüber Musikern und Produzenten auftreten, finde ich äußerst zweispältig.

Diese Diskussion ist zudem natürlich prinzipiell auf sämtliche digitalisierten Inhalte anwendbar.

[manchmal kommt alles zusammen]

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Scheiße geträumt, mit Kopf- und Halsweh aufgewacht, und dann stellt man fest, dass der Server auf dem das Blog liegt über Nacht gehacked und gelöscht wurde...Diverse Blogs und Privatseiten von Freunden und Bekannten, komplett weggeputzt.

Nach einigen Stunden Unklarheit, ob es ein Backup gibt und ob es denn funktioniert hatte Kumpel Cosmotic den Tag gerettet. Alle Systeme oben und stabil, stand 30.11.09. Mich hat es nur einen Eintrag gekostet, ich glaube die anderen sind ebenfalls mit dem Schrecken davongekommen. Ich hätte wirklich geheult, glaube ich...

Hacker: 0, Cosmotic: 1

All hail Cosmotic!

[Amerika in kleinen Stücken #4]

Dienstag, 1. Dezember 2009

(Dank HodRuZens Feedreader war auch der verlorene Eintrag wiederherzustellen. All hail Cosmotic! All hail HodRuZ!)

*Und?...UND?!...GING WAS?!?*


*seufz*...I'm getting there, relax :-)

Die Niagara-Fälle kannte ich ja schon von 2003. Gut, dieses mal haben wir uns auch die USA-Seite angeschaut, aber die ist wirklich so schwach wie ich sie mir seit sechs Jahren vorgestellt habe. Im Zweifelsfall ist die Kanada-Seite immer vorzuziehen.


Oh wie schön wär Pana...Kanada

Wir fuhren dann in der Dämmerung über den Fluss und wurden von einem freundlichen Zöllner begrüßt. Und er fragte das selbe wie alle anderen Beamten, Hotelmitarbeiter, Kellner oder Passanten, denen wir in der Woche noch begegnen sollten: "Ein Deutscher, zwei junge Schweizerinnen...wie kommts?!" Und die Mädels waren natürlich auch immer am kichern, was es in solchen Situationen nicht gerade leichter machte einen unverfänglichen Eindruck zu vermitteln. Dem kanadischen Grenzer erzählte ich jedenfalls, wir würden uns schon länger kennen und öfters zusammen verreisen. "We're friends" - "Yeah...right, friends *zwinker*" - "just friends!" - beidseitiges Lachen. Sehr humorvolles Volk an sich :-)


Naja, trotzdem auch schön irgendwie

Auf der kanadischen Seite suchten wir dann eine Unterkunft. Es war schon wieder spätabends und wir hatten das Im-Voraus-planen noch lange nicht erfunden...Also fuhren wir das erste Hotel an, das wir sahen: Great Wolf Lodge. So $120 hätten wir ja für ein Zimmer bezahlt. Die wollten allerdings $299... Aber Kevin an der Rezeption war genau der richtige Mann: Jung, übergewichtig, vollkommen übermotiviert und beeindruckt, dass ich mit zwei jungen Schweizerinnen reise und nach nur einem Zimmer gefragt habe...

"Let's see what I can find for you...How about this, this or this...I would recommend...Do you need directions...I'll check the websites for vacancies...Do you want me to call them for you?" Innerhalb von 3 Minuten hat uns der Kerl ein 3-Bett-Zimmer in einem Hostel downtown klar gemacht. Sicherlich nicht ganz so hübsch wie sein Hotel, ohne Wasserpark und dafür mit dem obligatorischen Schimmel in der Klimaanlage, aber für $60 die Nacht wollten wir uns mal nicht beschweren...

Am nächsten Tag gönnten wir uns noch die Maid of the Mist Tour und
ließen uns mitten ins Getose schippern, semi-beeindruckend. Danach machten wir uns auf die Weiterfahrt nach Toronto.


Hat einige Tage gedauert, bis ich eingesehen habe, dass ich den blauen Sack
wirklich nie mehr brauchen werde...

[Amerika in kleinen Stücken #3]

Montag, 16. November 2009

How many roads must a man drive down?

Der Mietwagen war ein goldiger schwarzer Honda Civic. Aber man hat seine Ansprüche bei einbrechender Dämmerung und ohne Alternativplan irgendwann dann auch völlig über Bord geworfen. Beim Checkout wollte man uns einfach problemlos rauswinken. Erst als ich ausgestiegen bin und den Wagen rundrum fotografiert habe, begann der alte Mann zähneknirschend ebenfalls seinen Job ordentlich zu machen und die Kratzer zu dokumentieren. Hach, es ist toll, deutscher zu sein ;-)
Selbstverständlich habe ich es mir auch nicht nehmen lassen, ein extra noch daheim gekauftes Deutschland-Fähnchen ans Auto zu klemmen. Überraschenderweise gab es darauf in der ganzen Zeit keine sichtbaren negativen Reaktionen. Auf den Rastplätzen wurde man immer angelächelt, oft wurde man gefragt wo man genau herkomme und viele erzählten dann auch wo sie stationiert waren bisher.



In 5 Tagen habe ich knappe 2000km Straße abgespult, alleine, die Mädels hatte ich auf die billigen Sitze verbannt. Dabei war ein 800km Trip von Toronto Canada bis runter nach Philadelphia der anstrengendste Teil, bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von üblicherweise rund 120Km/h (oder WENIGER) wohlgemerkt. Liebe Grünen, denkt nicht mal dran, fickt euch!





Üblicherweise habe ich mich auch an alle Verkehrsregeln gehalten. In den seltenen Ausnahmen (3 Fahrspuren kreuzen weil man die Ausfahrt noch kriegen will, anhalten auf der Straße weil das Navi noch überlegt,...) hatte ich wohl Glück. Kein einziger Kontakt mit den Cops, das schaffe ich ja nichtmal in Deutschland ;-)



Nur in Toronto waren die Autofahrer wirklich unerträglich. Schlimmer als Ludwigsburg und Bonn zusammen. Zustätzlich ging mir das Geseier der Mädels mal so auf den Sack, dass ich sie rausgelassen habe um per Fuß die Hotels abzuklappern.
Kippe an, Fenster runter, die Ärzte aufgedreht und pedal to the metal. Einfach mal ne halbe Stunde vollgas durch die Stadt, vertreibt Kummer und Sorgen. Kumpel Christian beschrieb dies später mit "Do as the locals do" und das sollte mir noch einige male hilfreich sein.

[leserbriefDC vs. Spieleverleumdung]

Montag, 16. November 2009

Der unter Spielern einerseits und Volksverhetzern andererseits bekannte "Kriminologe" Christian Pfeiffer hielt einen Vortrag in Heilbronn und wurde darin nicht müde zu betonen, wie schädlich Computer- und Videospiele für das Gemeinwohl der gesamten Menschheit seien. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bewiesen dies nun endgültig. Die Heilbronner Stimme als unparteiische und dem journalistischen Auftrag verpflichtete Tageszeitung ließ sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen diesen dramatischen Erkenntnissen eine halbe Seite zu widmen.

Hier nun auf vielfachen Wunsch (das wollte ich schon immer mal schreiben können) mein einige Tage später ebenfalls in der Heilbronner Stimme veröffentlichter Leserbrief:

Eine Veröffentlichung Christian Pfeiffers sorgt in Fachkreisen immer wieder für große Freude. Denn auf jede Studie Pfeiffers kommen meist drei seriöse Studien, die seine "wissenschaftlichen Tatsachen" nicht bestätigen können, beziehungsweise widerlegen.
Pfeiffer stellt aktuell fest, dass die Leistungen von computerspielenden Kindern schlechter seien als die von nichtspielenden Kindern. Gleichzeitig sagt er, dass die Eltern der spielenden Kinder mit schlechteren Leistungen zufälligerweise auch viermal häufiger lediglich einen Hauptschulabschluss besitzen. Und Herr Pfeiffer will hier allein die Spiele als Schuldige ausmachen? [Lügen mit Statistiken, 1. Semester: ein Paradebeispiel.[Von der HSt gekürzter Satz, ich habe keine Ahnung warum]]
Ich halte es für überaus unwahrscheinlich, dass ich mit abgeschlossenem Abitur, Ausbildung und Studium und einem seit über 10 Jahren konstant hohen Spielekonsum eine Ausnahme wäre. Im Gegenteil sind viele meiner Online-Mitspieler überdurchschnittlich hoch ausgebildete Fach- und Führungskräfte. Jede seriöse Studie der letzten Zeit zeigt darüber hinaus, dass kein Zusammenhang zwischen schulischer Ausbildung und täglicher Spieldauer zu belegen ist.
Erst wenn die letzte LAN-Party geschlossen, das letzte Spiel verboten und das Internet zensiert ist, werden wir feststellen, dass wir unsere Kinder immer noch erziehen müssen. [Ja dieser Spruch ist nicht von mir und auch nicht neu]

Einen Tag darauf hatte tatsächlich ein älterer Herr meine Telefonnummer ausfindig gemacht und mich angerufen! Er wolle doch nochmal persönlich mit mir reden und versuchen mir zu erklären wie und warum Spiele für uns alle so schädlich seien und wie menschenverachtend das doch alles ist. Wir einigten uns letzendlich darauf, dass unsere Ansichten da wohl doch zu unterschiedlich für einen möglichen Konsens seien. Ich hatte Spaß.

[Amerika in kleinen Stücken #2]

Freitag, 13. November 2009

How I met my travelmates

Die kräftige afro-amerikanische Frau am Tresen der Autovermietung kaute gelangweilt auf ihren 5 Kaugummis. Nein, ich habe nicht im vorraus gebucht. Nein, ich habe keine Reservierung. Gut, dann würde sich das auf $125 pro Tag belaufen, rechnete sie mir das günstigste Angebot vor. Bei 5 Tagen wäre das ein Viertel meines geplanten 4-Wochen Budgets gewesen, nur für das Auto. Ohne Sprit, Maut, Übernachtungen oder Essen. gnarf...

Genervt zeigte die Dicke auf 2 Mädchen, die hinter mir auf der Bank saßen und anscheinend ebenfalls über Vermietungsangeboten grübelten, "Are you together with them?" Und der Clown der ich nunmal bin antwortete ich mit einem scherzhaften Machogrinsen "Well...not yet." und erntete nur einen noch genervteren Blick.

Ich beschloss, mein Glück in der Autovermietung nebenan zu versuchen. Und was jetzt kommt, kann ich bis zum heutigen Tag nicht so ganz glauben. Die beiden Mädchen dackelten mir hinterher und sprachen mich an.
"Exquuhs mi, ju ar olso lucking for ä caaar?" - "Ihr sprecht deutsch, oder?" - "hihi, äh, ja. Du suchst ein günstiges Auto, oder? Wir wollen nämlich ein paar Tage an der Ostküste entlang fahren und brauchen einen Fahrer über 25..."

Wie sich herausstellte waren die beiden schweizer Stewardessen auf ihrem ersten USA-Trip, und mich mit den beiden zusammenzutun und die Kosten zu teilen klang natürlich einigermaßen interessant. "If life gives you lemons ask if tequilla is complimentary on this trip." Wir einigten uns auf die Niagara-Fälle, Toronto, Philadelphia und Washington D.C. und so ging ich mit den beiden Mädels im Schlepptau zurück zur Dicken und sagte, wir nehmen das Angebot an.
Ihren völlig entgleisten Blick werde ich nie vergessen...

[Amerika in kleinen Stücken #1]

Donnerstag, 12. November 2009

Prelude

Der Gedanke in die USA zu fliegen war im Prinzip innerhalb von 3 Wochen gefasst und geplant. Die Verwandtschaft wurde per Rundmails informiert, vereinzelte Freunde und ehemalige Fatcamp-Kollegen wurden angeschrieben: "Who wants to have me?"
Und später etwas deutlicher: "I SAID: WHO WANTS TO HAVE ME?!"

Im großen und ganzen war grob geplant: 1. Woche bisschen Ostküste rumfahren und Leute besuchen, Wochenende Atlanta, 2. Woche Verwandtschaft in Kansas City, MO, 3. Woche Vegas, 4. Woche Verwandtschaft in Columbus, OH. Klang vernünftig genug für mich, einzelne Rückmeldungen aus den Staaten klangen auch halbwegs optimistisch.

Das Problem war, dass ich bis zu meiner Landung in NYC nicht wirklich einen Plan für die ersten Tage an der Ostküste hatte (Ich sah darin bis zu meiner Landung allerdings auch kein Problem). Egal wohin man reist und wie verworren die spätere Planung auch sein mag, für die ersten Tage sollte man IMMER einen Plan haben (Ich mache diese Fehler, damit ihr sie nicht machen müsst!). Ich bin also tatsächlich am Flughafen einfach mal in die erstbeste Autovermietung gegangen und wollte mir einen Wagen für ein paar Tage holen. 200-300 Dollar sollte mir der Spaß wert sein. Ich war ja so naiv...

[usaDC]

Samstag, 29. August 2009

Cultural Learnings of American for Make Benefit Glorious krustyDC

Ich fliege morgen in die US of A :-)
Vier Wochen lang reisen, Freunde und Familie besuchen und leben. New York, Boston, Washington, Atlanta, Kansas City, Phoenix, Las Vegas, Los Angeles und Coumbus, vielleicht Montreal. Mit etwas Glück finde ich eine prepaid Datenflat fürs handy für meine tägliche Dosis Interkoks äääh -net um euch zu allermindest mit Twitter auf dem Laufenden zu halten. Ansonsten muss ich wohl noch öfters in die Starbuckse einkehren als eh schon geplant :-)



Hier fehlt jetzt eigentlich immer noch der [deutschlandreiseDC #3]. Aber nachdem ich gestern endlich mal handy und Digicam gecheckt und festgestellt habe, dass ich davon noch weniger Bilder habe als gedacht (eigentlich nur zwei), finde ich das zu armselig. Vielleicht krieg ich aber ja noch welche geschickt? Ich erwarte immer noch mindestens eines von Kerstin! :-D

Heute um 20:00Uhr steigt außerdem die krustyDC Abschiedsrunde Battlefield 2 auf dem H&V Server :-)

[arno-und-krustyDeluxeCamping]

Freitag, 28. August 2009

Arnos Eltern waren sichtlich unzufrieden, als sie hilflos mit ansehen mussten, wie wir wahllos Grill, Airbeds, Zeltutensilien, Klamotten und Einkäufe in meinen Golf packten, ohne dass wir Sie als erfahrene Caravanieri dabei um Rat gefragt hätten. Sie schienen sogar ernsthaft persönlich beleidigt.
Gut, ich hatte auch nicht erwartet, dass bei zwei Mann trotz umgeklappter Rückbank bis zur Decke gestopft werden musste, aber es passte eben trotzdem alles. Was zur Hölle sollte es uns ausmachen, dass man es objektiv "besser" hätte packen können?




Wir fuhren die Nacht durch, erreichten Prerow an der Ostseeküste am frühen Morgen und bekamen irgendwann auch mal unseren Zeltplatz in den Dünen zugewiesen. Den Aufbaufail vor Ort haben wir dank Generalprobe zuhause vermieden (“Arno…warum hängen die Abspannleinen eigentlich innen?”).


Es ist mir immer noch ein Rätsel, wie ich den ersten Urlaubstag mit einer Stunde Schlaf während der Autofahrt überstehen konnte. Die drei Mr.Brown Kaffees waren sicherlich hilfreich, wenn auch vermutlich nicht gesund. Zumindest aber besser als das Bier, mit dem der erfahrene Ostseecamper anscheinend üblicherweise bei morgendlicher Ankunft (7uhr!) aus dem Auto steigt.



Das Wetter, die Ostsee und der Campingplatz waren phänomenal. Nur mit der Mentalität der Mitcamper konnten wir uns nicht so recht arrangieren. Nach den ersten Tagen begannen wir, sie nach Gruppen zu kategorisieren (Jane Goodall comes to mind): 'alt und spießig', 'jung und dümmlich' und ganz schlimm: 'jung, dümmlich und laut'. Dazwischen gab es nicht viel. „krusty! Neue Nachbarn!“„Laut?“„Nee, ich glaub nur dumm.“

Amüsant war auch die Geschichte als wir im Strandcafe saßen. Ein Mittvierziger in Badeklamotten, der Unterlagen und Laptop auf seinem Tisch ausgebreitet hatte und ein scheinbar wichtiges Business-Telefonat führte, beteuerte seinem Gesprächspartner im lapidarst möglich klingendem Tonfall "Nein, nein, also der Stressfaktor hier ist verschwindend gering." Wir haben gelegen vor Lachen und er beendete das Gespräch dann recht zügig.



Arno und ich verstanden uns hingegen bestens. Bis auf die Momente natürlich in denen wir uns anzickten wie Paris Hilton und Alice Schwarzer beim Schamhaarfriseur. Eines Abends setzte sich eine ältere Nachbarin zu uns vors Zelt, weil wir ja immer "so witzig“ mit anzuhören seien. Und sie schien dann doch etwas enttäuscht, als wir im Gesprächsverlauf klarstellten, dass wir überhaupt nicht schwul und erst recht kein Pärchen sind...

Einen Regentag mit nächtlichem Gewitter galt es außerdem zu überstehen. Die Zeltnähte zeigten irgendwann altersbedingte Schwächen und gaben dem Wasser nach, woraufhin wir mit medizinischem Tape, Luftmatratzen und Regenjacken improvisierten. Ich verglich unser Werk am Ende mit einem Hippiecamp im Redneckvorgarten...


...und ich glaube, das war noch geschmeichelt.

Aber die Sonne und das Salzwasser hatten anscheinend merkwürdige Auswirkungen auf meine Körperfunktionen. Als ich auf der Promenade zwei vielleicht 15jährige Mädchen überholte, bemerkte die eine in schmachtendem Tonfall "hmmmmm...der Herr riecht nach Keksen..."
JA, genau DAS hat sie gesagt. Und sie meinte es positiv, wie sie mir auf meinen entgleisten WTF-Blick hin erklärte, sich sichtlich ertappt fühlend.
Trotz anfänglicher Faulheit habe ich es außerdem geschafft mich zum Joggen zu bewegen, und wurde belohnt mit der vielleicht schönsten Laufstrecke Deutschlands. Über den Bodden, Natur pur, phantastisch.

Die Rückreise traten wir einen Tag früher an als ursprünglich geplant (und bezahlt). Arnos Airbed (Deluxe Camping) hatte das Zeitliche gesegnet und er hätte dann im Auto geschlafen, es war erneut ein Gewitter angesagt und wir hätten am nächsten Tag bis 12 mittags weg sein müssen. Also packten wir gemütlich zusammen, stopften das Zelt in die Mülleimer und verpissten uns :-)

[naturfreundDC]

Mittwoch, 26. August 2009

WTF ist das für ein Vieh an meinem Balkon?
Ca. 3 cm lang, behaart, Saugrüssel, 2 Fühler und fliegt wie ein Kolibri?!



[freudDC]

Samstag, 22. August 2009

Also das fällt doch bestimmt jedem sofort auf, oder?
Das liegt sicherlich nicht an mir, stimmts?
Bitte bestätigt das jemand... ;-)



[bachelorDC #6]

Mittwoch, 19. August 2009

1,7...EPIC WIN!!! :-D

(Und danke fürs nachragen Sissi_KK, du Schelm, LOL!)

[bachelorDC #5]

Dienstag, 18. August 2009

Meine Bachelor Thesis war ein einziger langer Kampf. Mit der unspezifischen Themenwahl, die ich getroffen hatte, mit ständig neu auftauchenden Quellen, die allem widersprachen was ich eben erst zusammengefasst hatte, mit meinem inneren schweinehund und mit sonstigen sozialen Rahmenbedingungen, die um einen herum eben so kollabieren können.

Die Auswertung der erhobenen Untersuchungsdaten war elendig umfangreich und meine Excelberechnungen zum Schluss so komplex, dass ein nicht bemerkter früher Fehler sämtliche finalen Ergebnisse grandios verfälschen würde. Zum Gegenchecken lassen hat es am Schluss leider auch nicht mehr gereicht. Die verlängerte Bearbeitungszeit hat mir zugegebenermaßen wirklich den Hals gerettet. Ich habe einfach ein Organisationsproblem mit selbständig zu bearbeitenden Theorieaufgaben, die nicht am letzten tag vor der deadline mit angehängter Nachtschicht begonnen und abgeschlossen werden können ;-)
Ich finde es allerdings auch herzlich albern in 7 semestern ganze ZWEI Hausarbeiten zu schreiben, einmal 3 und einmal 10 seiten und das auch noch jeweils im Rahmen einer Gruppenarbeit(!), und dann plötzlich alleine 50 sinnvolle Seiten auswerfen zu sollen. Das habe ich schlicht und ergreifend nicht gelernt im Studium, tut mir leid...(not!)

In der letzten Woche der Bearbeitung halfen mir battlemetz und vor allem lektormeister bully enorm mit Korrekturlesen und verbesserungsvorschlägen. Wobei mir bully am ende gestand, überhaupt nicht alle gramatikalischen und stilistischen Auffälligkeiten angestrichen zu haben, da er befürchtete, dass ich ansonsten niemals fertig werden würde. Selbstverständlich habe ich seit dem Druck auch keinen einzigen Blick mehr in die Arbeit geworfen. Aus Angst jetzt noch irgendwelche Fehler zu entdecken.

Noch nie konnte ich die Qualität meiner Arbeit so schlecht einschätzen, wie bei dieser thesis. Gut, damals im Matheabitur hatte ich am ende dann doch doppelt so viele Punkte wie erwartet - nämlich zwei - aber hier ist das zu mögliche Notenspektrum wirklich breiter. Wenn der Prof die Arbeit einigermaßen wohlwollend liest und das Bewertungsniveau ähnlich liegt wie bei den unzähligen Präsentationen, die wir im Studium gehalten haben, dann könnte ich mir am Ende durchaus eine 1,3 vorstellen. Wenn man aber ernsthaft Maßstäbe einer Universität anlegen würde und ich eventuell noch Fehler in meinem Versuchsaufbau und der Auswertung übersehen habe, könnte der Prof mir die Arbeit auch mit schmackes um die Ohren hauen und mich gleich nochmal antreten lassen. Diese Ungewissheit wird umso schlimmer dadurch, dass ich nun schon seit 8 Wochen auf irgend eine Regung des profs warte. Nachfragen traue ich mich nicht, weil ich jetzt nicht als Drängler auftreten will, nachdem ich selbst überzogen habe. Also bitte weiter Daumen drücken, danke :-)

[start life crisis]

Freitag, 31. Juli 2009

Mir gehts gut. Das Blog wird bald wiederbelebt. Sorry Kerstin und Para, dass ich eure Comments nichtmal freigeschaltet habe. Jetzt gehts erstmal für einige Tage Marienkäfer jagen und dann sehn wir weiter.